Es ist schon manchmal Lustig, was für wissenschaftliche Gerüchte und ungerechtfertigte Befürchtungen manchmal durch die Medienlandschaft geistern.
So zum Beispiel letztens die Vorstellung, der vor kurzem fertig gestellte Mega‑Teilchenbeschleuniger „Large Hardon Collider (LHC)“ könnte ein schwarzes Loch erzeugen, das die gesamte Erde innerhalb von Sekunden in sich einsaugt. Hier eine nette Computergrafik dazu:
Selbst ein Naturwissenschaftler meldete medienwirksam Bedenken an und reichten für das Weltenwohl Klage in Hawaii ein.
Tatsächlich wäre es unter bestimmten Voraussetzungen, nämlich der Existenz von weiteren, klein aufgerollten Raumdimensionen, möglich das kleine schwarze Löcher entstehen könnten. Diese superschweren Winzlinge würden jedoch nach den Gesetzten der Physik innerhalb von Sekunden wieder zerfallen. Außerdem werden, wenn die kosmische Strahlung auf die Erdatmosphäre trifft sogar noch weitaus höhere Energien freigesetzt, und ich sitze immer noch in relativer Ruhe hier.
Nun, am 10. September war es soweit und wir leben noch. Freilich hat der LHC noch nicht sein volles Potential entfaltet. Wenn der Betrieb nach der Winterpause des CERN wieder einsetzt wird es also noch einmal spannend.
Der Weltuntergang hat uns ja schon immer fasziniert, oder wie ich in einem Kommentar gelesen habe: „Am I the only one, who thinks that would be a cool way to die?“
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Tags: physik